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Eine Veranstaltung der
German Parakart Kitesailing Association e.V.
 

 

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Abschluss der KLB - Tour in Wanlo

Als am Freitag die ersten Fahrer eintrudelten waren wir alle guter Dinge. Der blaue Himmel, 10-15 Knoten und der frisch gemähte Rasen bescherten den Fahrern eine traumhafte Trainingsession. Die Wettervorhersage für Samstag orakelte uns Regen bis ca. 12 Uhr und 10 Knoten, danach sollte der Wind auf 5 Knoten abflachen. Der Sonntag sollte fast windlos verlaufen. So lag unsere Hoffnung und Glaube auf  Samstag, dass dieser am Morgen nur mit kleinen Schauern verläuft und der Wind sich mit ein wenig Glück ein wenig länger hielt.

Der WDR hatte sich für Samstag angekündigt und wollte mit einer Liveschaltung in „WDR Sport Aktuell“ unseren Sport in Szene setzten. Am Dienstag zuvor gab es im Vorfeld eine Besichtigung vor Ort, wo Emmanuel, Pascal und Nick den WDR bei ebenfalls besten Bedingungen sichtlich beeindrucken konnten. Freitag klingte dann bei uns das Telefon und mit besorgter Stimme fragt man uns ob die Veranstaltung ins Wasser falle. Unser fester Glaube mindestens ein Race abliefern zu können und dem Reiz erlegen von etwas neuem und spektakulärem berichten zu können, überzeugte den WDR das Risiko einzugehen, ein komplettes Ü-Wagen Team bestehen aus 20 Leuten am Samstag nach Wanlo zu schicken.

In der Nacht zum Samstag fing es dann an zu regnen und zwar ein Regen von der fiesen und hartnäckigen Sorte. Gegen 7:30 Uhr am Samstagmorgen hörte der Regen dann Gott sei Dank auf und unsere Hoffnung keimte auf. Unsere extra für dieses Event organisierte fette Anlage von DB Industries versagte ihren Dienst und sorgte für anfängliche Gereiztheit. Nach dem die Ursache gefunden war, nämlich die Tatsache, dass sich zahlreiche Womos und Campingwagen, die in der Nacht eingereist waren, wie die Blutegel unseren Stromleitungen anzapften, konnte zum General Briefing ausgerufen werden. Wir entschlossen uns zuerst, wie geplant, mit einem Race zu beginnen, da mit dem Regen auch deutlich der Wind nachgelassen hatte. Wo waren die gemeldeten 10 Konten hin? Guntram steckte einen relativ einfach Kurs, der bei wenig Wind funktionieren sollte. Etwa gegen 10 Uhr starteten wir das erste Rennen. Bereits die Startphase zeigte ein Trauerspiel. Der Wind hatte weiter abgeflacht und gleich zwei Fahrer, deren Kites sich verfangen hatten, gaben auf. Die verbliebenen Fahrer schlichen um die Wendemarken und kämpften tapfer weiter. Das erste Race war auf 15 Minuten angesetzt und etwa in der Mitte des Rennens legte der Wind langsam zu und beschleunigte die Fahrer auf eine erträgliche, wenn auch nicht rasante Geschwindigkeit. Leichtgewicht Emmanuel Norman setzte sich im ersten Rennen klar durch. Auf Platz 2 kam Nick Stimpel gefolgt von Pascal Lohmann. Nach einem kurzen Briefing wurde ein zweites Rennen auf dem unveränderten Kurs gestartet, welches auf 10 Minuten terminiert wurde. Der Start klappte bei etwas mehr Wind diesmal besser und so machten sich alle Fahrer auf den Weg. Der Wind ließ jedoch im Verlauf des Rennens wieder arg nach und die Fahrer quälten sich erneut auf dem Kurs . Emmanuel gewann erneut, vor Raceneuling Yusca Balogh und Nick Stimpel. Der Kurs wurde danach weiter vereinfacht und in der Hoffnung der Wind würde noch mal zulegen, der Start verschoben. Die Zeit verging und die entkräfteten Fahrer tankten neue Energie in Form von Energiedrinks, die das Promo Team von „Relentless“ großzügig und äußerst erfolgreich kostenlos unter die Leute brachte. Voller Tatendrang warteten nicht nur die Fahrer, sondern auch die zahlreichen Zuschauer auf Wind und Action. Es verging Stunde um Stunde und ein Debakel deutete sich an. Der WDR griff mittlerweile zu Plan B und drehte den ersten Teaser der Sendung, welcher wenig spektakulär an einer einsamen Wendemarke gedreht wurde. Moderator Peter Grossmann gab sein Bestes wohl schon wissend, dass der spätere Beitrag ohne die erhofften Actionbilder auskommen musste. An Freestyle war an diesem Tag gar nicht zu denken und auch ein weiteres Rennen konnte nicht mehr gestartet werden. Die Liveschaltung um 17.40 Uhr wurde im Partyzelt bei anbrechender Dunkelheit gedreht. Die meisten Besucher und Fahrer versammelten sich dort und sahen zu, wie Emmanuel Normann als uneinholbarer Deutscher Freestyle Meister interviewt wurde. Auch wenn der Beitrag aus Sicht eines Kiters etwas langweilig geworden ist, müssen wir dem WDR auf Knien Danken, dass sie trotz nicht optimalen Wettervorhersage gekommen sind und aus praktisch keinen Actionbildern einen  informativen Beitrag gemacht haben. Den Link zur aufgezeichneten Sendung am Ende des Textes. Kurz vor 18 Uhr war der WDR Spuk vorbei und die Fernsehleute brauchten keine halbe Stunde um Ihre Sachen zu packen und verabschiedeten sich mit dem Versprechen im nächsten Jahr wieder zukommen, allerdings nur wenn die Wettervorhersage besser aussieht. Den Fahrern und Besuchern blieb danach nur wenig Zeit sich mit genügend Flüssigkeit mental auf die Aftershow Party vorzubereiten. Denn schon um 19 Uhr begann die Neusser Ska-Punk Band „Bionic Fist Fuckers“ zu spielen. Und wie sie spielten! Die Jungs rockten eine Stunde lang das Partyzelt und die Zuschauer tobten. Gegen 20.30 Uhr betraten „The Tips“ die Bühne. Etwas chilliger aber nicht minder beeindruckend. Vor allem die charismatische Stimme drang in die Ohren der Zuhörer und fand so zahlreiche neue "The Tips" Fans. Nach gut einer Stunde wohl geformter Musik war Cuesta an der Reihe. So wie der Bassist Lukas von den Bionic Fist Fuckers ist Cuesta ebenfalls Kiter und gehört zu den Düsseldorfern Fun Kitern. Lukas ließ es sich auch nicht nehmen zusammen mit seiner Band den Solokünstler Cuesta in einem Accoustic Set zu unterstützen. Eigens für diesen Auftritt arrangierten sie sechs Titel aus Cuestas Repertoire zusammen neu. Heraus kam ein schöner und intimer Auftritt mit Wohnzimmeratmosphäre, der in tosendem Applaus endete. In Namen aller Zuhörer und besonders dem KLB Event Team danken wir den drei Bands und freuen uns schon jetzt auf die nächste Party mit Euch. Jungs Ihr seid die Größten!

Wohl wissend, dass die Nacht lang wird und die Windprognosen für Sonntag noch bescheidener waren als am Samstag, wurde das General Briefing am Sonntag auf 11 Uhr gesetzt. Der Sonntag begann wie angekündigt mit strahlendem Sonnenschein und leider Null Wind. Das Briefing wurde noch mal auf 12 Uhr verschoben und schließlich noch mal auf 13 Uhr, wo offiziell die Wettkämpfe für den Sonntag abgesagt wurden. Aus den zwei Rennen am Samstag wurde eilig eine Tagesplatzierung berechnet und das Gesamtklassement aktualisiert. Gegen 14:30 Uhr wurde letztendlich die Siegerehrung der Tageswertung im Race durchgeführt und anschließend die Deutschen Meister im Freestyle und Race gekürt. Pascal Lohmann holte sich zum dritten mal in Folge den Titel als Deutschlands bester Racer; gefolgt von Emmanuel Normann und Nick Stimpel. Bester Freestyler darf sich ab sofort Emmanuel Normann nennen. Pascal Lohmann landete auf Platz zwei und Yannick Schwickert belegt Platz 3. Das schöne Wetter und die zahlreichen Berichterstattungen in Zeitung, Radio und Fernsehen lockten zahlreiche Besucher aus dem Umfeld an. Der Wind reichte so gerade eben um die Kites in der Luft zu halten. Und so war das Flugfeld plötzlich mit zahlreichen Neugierigen voll, die die kostenlose Möglichkeit der Hersteller einen Testflug machen zu dürfen nutzten.

Resümierend sind wir vom Eventteam ein wenig stolz darauf, erstmalig so viele Besucher und Teilnehmer nach Wanlo gelockt zu haben. Wanlo entwickelt sich weiter zu dem KLB Event mit Kultfaktor. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass noch so viel Potential in unserer schönen Sportart steckt.

Wir danken besonders unseren Sponsoren, die wir hoffentlich auch 2010 wieder begrüßen dürfen, den Teilnehmern, den Zuschauern und den unzähligen ungenannten Helfern. Wir sehen uns 2010 wieder – größer, besser und mit mehr Wind.

Bilder und die vollständige Platzierung kommt in den nächsten Tagen.
Die Sendung “WDR Sport Aktuell” vom 8.11.2009

Die drei geilsten Bands der Welt:
Bionic Fist Fuckers
The Tips
Cuesta