Tödlicher Unfall eines Kitelandboarders

Am 30. Juli 2013 verunglückte ein 34 jähriger Mann auf tragischer Weise in den Rheinauen Worringen-Langel bei Köln. Da der Mann alleine unterwegs war, lässt sich der genaue Unfallhergang nur anhand von Zeugenaussagen einiger Spaziergänger und der sichergestellten Ausrüstung ableiten. Laut Zeugenaussagen wurde der Mann von einer plötzlichen und sehr heftigen Böe erfasst. Er wurde mehrfach unkontrolliert in große Höhe gezogen und prallte hart auf die Wiese. Dabei zog sich der Mann schwere Kopfverletzungen zu, an dem er noch am selben Tag im Krankenhaus verstarb. Die herbeigerufenen Rettungssanitäter sprachen von heftigen Wetterbedingungen, die durch ein plötzliches Sommergewitter hervorgerufen wurden. Das Mountainboard lag bei seinen Sachen, so dass man davon ausgehen kann, dass sich der Unfall beim starten oder landen des Kites ereignete. Der verwendete Depowerkite gilt als überaus gutmütig. Ein Materialschaden konnte nicht festgestellt werden. Aufgrund des offensichtlichen Selbstverschuldens gibt es hierzu keine genauere Untersuchung. Der Mann trug einen Helm, der bei dem Aufprall zersplitterte.

Der Unfall wurde in der Presse teilweise sehr schlecht recherchiert wiedergegeben. Hier wurde von einem Mann berichtet, der beim kitesurfen auf dem Rhein von seinem Kite stranguliert wurde. Bei den Sachen des
Mannes wurde weder Neoprenanzug noch ein Kitesurfboard gefunden. Der Mann besaß keine Strangulationsmerkmale am Hals, so dass dies nicht als Todesursache gelten kann. Laut Zeugen hatte sich aber eine Leine um den Hals gewickelt. Dies ist auch für uns eine sehr ungewöhnliche Tatsache, die wir uns im Nachhinein nur schwer erklären können. Die Zeugen berichten aber, dass der Mann wahrscheinlich durch den ersten Aufprall, bewusstlos und schlaff von dem Kite sehr hoch und sehr weit gezogen wurde. Vermutlich hat sich dabei eine Steuerleine um den Hals gewickelt.

Als Verein sind wir von diesem tragischen Unfall geschockt. Wir halten inne und möchten den Angehörigen unser Beileid aussprechen. Nach unserem Wissen ist dies der erste tödliche Unfall eines Kitelandboarders in Deutschland und wir wünschen uns, dass dies auch der Einzige bleibt. Bitte unterschätz nie die Kraft des Windes. Beobachtet immer aufmerksam die Wetterlage und sobald sich eine Gewitterfront nähert, heißt es einpacken!